Archive for the 'Video' Category

Der Himmel, die ewig bodenlose Tiefe 2026

25.02.2026

3-Kanal Videoinstallation, 1-Kanal Video
17min 30sec (Ausschnitt 2 min)
HD

Video: Christoph Oertli
Sounddesign: Tomek Kolczynski

Diese Videoinstallation versetzt den Betrachtenden in ein urbanes Straßenbild (Palermo), überragt von Gebäuden. Diese enthalten Zeichen der Zeit – erbaut in verschiedenen Epochen, und Zeichen der vergehenden Zeit – verschiedene Zustände des Zerfalls..
Die Bauten pulsieren in leichter Bewegung, zeichnen sich als dunkle Silhouetten vor der hereinbrechenden Nacht ab. In diesen Baukörpern verbergen sich Spuren gelebter Erfahrung – angesammelte Emotionen, Erinnerungen und Gedanken. Kleinteilige Alltäglichkeiten lassen in ihrer Summe die grossen Formen gegen den Himmel steigen.

Aufzeichnung (Recording) 2025

04.01.2025

1-Kanal Video
9min (Ausschnitt 1min)
HD

In diesem performativen Video zeichnet die festgelegte Schritt- und Bewegungsfolge eines traditionellen Tanzes Wege auf den Boden. Es sind ständige Wiederholungen, verlangsamt, suchend, innerhalb der Stadt (Palermo) und ihrem gegenwärtigen Alltag.

Ich bin auf der Suche eines Stadtgedächtnisses. Während Bauten wenigstens eine Zeitlang sichtbare Zeichen der gelebten Leben eines Ortes darstellen, frage ich mich, was Spuren sein könnten von den immateriellen Werten wie Gedanken, Emotionen, Wissen und Erfahrungen der Menschen, welche eine Stadt belebt haben.

Superposition 2022

15.11.2022

1-Kanal Video
22min (Ausschnitt 1min 20sec)
HD

In der ökonomisch saturierten Schweiz pendeln viele Privilegierte in überdimensionierten Autos zwischen ländlichem Eigenheim und Arbeitsort im urbanen Zentrum. Wir sehen modellhaft anmutende Natur, Siedlungsform, Architektur und Mobilität. Die tableauhaften Szenerien voller Selbstgenügsamkeit stehen im starken Widerspruch zu den dringlichen globalen Herausforderungen.

Sounddesign: Thomas Jeker

Sensing Bodies 2020

26.09.2020

1-Kanal-Video
48min (Ausschnitt 1min 30sec)
HD

‚Sensing Bodies‘ befasst sich mit dem Gebrauch unserer Körper in einer perfektionierten und grossräumig gedachten und gebauten Umwelt. Der Film wirft einen Blick auf eine hochgradig organisierte Gesellschaft und untersucht Fragen der aktiven Körpererfahrung gegenüber des statischen Zustandes beim virtuellen Erlebnis. Wir sehen Stillstandsmomente einer Grossstadt; Bewegung scheint in die Gedankenwelt verlagert zu sein, kommuniziert wird mit physisch Abwesenden. Das beängstigende Modell von Sicherheit und Distanz während der Pandemie wurde hier schon vorbereitet.

Sounddesign: Thomas Jeker

Cité Modèle 2020

20.09.2020

3-Kanal Videoinstallation
8min 30sec (Ausschnitt 2min)
HD

Langsame Kamerafahrten durch die cité modèle in Laeken/Brüssel.
Projektionen auf Wand und Boden.
Premiere: ’Sensing Bodies’, Kunsthaus Baselland (2020).

Gare du Nord 2017

29.08.2017

-Kanal Videoinstallation
6 / 11min (Ausschnitt 2min)
HD

Langsame Kamerafahrten entlang der Geleise des Gare du Nord in Brüssel. Die Aufnahmen entstanden während eines Streiks der SNCB: der Bahnhof ist nahezu menschenleer. Man überschaut die Geleise und den seriellen Aufbau der Anlage, wo alles für die Organisation des nun imaginären Publikums bereit steht.

Premiere: ’hier – dort’, Benzeholz, Meggen/Luzern (05’2017)

Ethiopian Run 2015

05.09.2015

2-Kanal Video
15min (Ausschnitt 2min 30sec)
HD

Eine Gruppe junger ÄthiopierInnen versammelt sich in einer Halle. Einige von ihnen weisen die anderen an, was zu tun ist, indem sie sie beim Namen nennen. Einzelne blicken einen Moment direkt in die Kamera. Später werden andere Formationen in der Halle eingenommen, was durch choreografierte Aktionen geschieht: Eine Startlinie wird auf dem Boden markiert und die Gruppe macht sich bereit, ein Rennen zu starten. Die jungen ÄthiopierInnen repräsentieren eine neue Generation außerhalb der westlichen Welt, und unser Blick muss ihrer starken Präsenz standhalten.

Premiere: VideoWindow zu Gast in der Galerie Bob Gysin, Zürich, 6. Oktober 2015
Screenings: 3rd Minikino Film Week – Int’l Short Film Festival Denpasar, Bali, Indonesia (10’2017); 1st International Independent Permanent Memories Festival, Italien (06’2017); ’hier – dort’, Benzeholz, Meggen/Luzern (05’2017); 6th Colortape International Film Festival, Australia (05’2017); 6th Carmarthen Bay Film Festival, Wales (05’2017); 4th International Motion Festival, Cyprus (05’2017); 1st Festival Internacional de Cine del Cono Sur, Chile (04’2017); Festival of Tolerance – JFF Zagreb (04’2017); MADATAC 08, Centro Conde Duque, Madrid (01’2017); Sweet as Film Festival, Montréal/Canada (12’2016); 18th Madurai Film Festival, India (12’2016); 14th Int. Short & Independent Film Festival Dhaka, Bangladesh (12’2016); Edinburgh Artists’ Moving Image Festival (EAMIF) (11’2016); FIAC Paris, Cinéphémère, Jardins des Tuileries (10’2016); Oslo Night, HEK Basel (09’2016); Festival Kugoma, Maputo/Moçambique (09’2016); Festival Kinono, Tinos Island, GR (07’2016); FID Festival International de Cinéma Marseille (07’2016); VideoEx, Zürich (05’2016); 51. Solothurner Filmtage (01’2016).

Timeline 2014

01.01.2015

1-Kanal Videoinstallation
9min (Ausschnitt 2min)
HD

Schauplatz von ‚Timeline‘ ist ein Park in einem neuen Hochhausviertel von Brüssel. Die Kamera beobachtet den Park von fixem Standort aus. Sie schwenkt langsam von links nach rechts, manchmal auch ruckartig. Unvermittelt nehmen wir Veränderungen wahr. Zeitsprünge lassen verschiedene Jahreszeiten sich abfolgen. Ein schmales rot leuchtendes Band, das zwischen Metallpfosten gespannt ist, flattert unbeirrt im Wind und wirkt wie ein imaginärer roter Faden, der sich durch alles zieht.

Premiere: RoundAbout, Videokunst im Gespräch, akku Emmenbrücke/Luzern, November 2014

Campus 2013

01.01.2013

1-Kanal Video
13min (Ausschnitt 2min)
HD

Studenten überqueren einen Platz der Chinese University of Hong Kong. Sie unterhalten sich, telefonieren oder gehen zielstrebig auf den Eingang einer Bibliothek zu.

Dokumentarisches und inszeniertes Videomaterial wurde überlagert. Die Montage ergibt eine mehrschichtige Erzählung, wobei die einzelnen Handlungen unspektakulär sind. Mich interessiert die Vielzahl an Realitäten, die gleichzeitig an einem Ort vorhanden ist und die unmittelbare Verknüpfung der Anwesenden mit der sie allein betreffenden Wirklichkeit. Die Stimmen verbinden die einzelnen Menschen und zeichnen eine Art unsichtbare Fäden in die Luft. Die Kamera durchdringt dieses Dickicht sprunghaft und mühelos, so wie kein Passant es könnte.

mit Su-Mi Jang und Sung-Im Her

Musik: Thomas Jeker

Auszeichnung: ‚ZOOM‘ Basler Filmpreis, bester Kunstfilm 2013

Monsieur René 2012

28.01.2012

1-Kanal Video
11min (Ausschnitt 2min)
HD

Die Kamera gleitet durch eine überfüllte Wohnung. Wir begegnen einem jüngeren Mann, der sich einen Schlafplatz sucht. Die Anwesenheit des ursprünglichen Bewohners – eines alten Mannes – ist physisch spürbar. Die Räume offenbaren den Beinahe-Stillstand eines einsamen Menschen, der seinen Bezug zum Rest der Welt mit der Anhäufung von Objekten und Materialien verbaut hat. Ein Blick auf die Strasse hinunter zeigt den einst gutbürgerlichen Boulevard in Brüssel, wo heute marokkanische Grosshändler und afrikanische Sans-papiers das Bild dominieren.

Karta 2011

31.05.2011

1-Kanal Video oder 2-Kanal Videoinstallation
10min 30sec (Ausschnitt 2min)
HDV

Zwei Männer befinden sich in den weiten Gängen und Räumen eines verlassenen Gebäudes. Die Kamera folgt jeweils dem einen, bis er auf den zweiten trifft. Es kommt zu Begegnungen, die immer wieder anders ausfallen. Es werden Beziehungsarten skizziert, die von nüchtern und beiläufig bis zu nahe und vertraut variieren. Der Zustand des leeren Gebäudes ändert zum Teil sprunghaft: es zerfällt in Trümmer.
Die zwei Protagonisten werden über die Zeit hinweg nicht greifbarer als Personen, sondern sie verlieren sich im Gebäude, welches sich parallel dazu selber zersetzt.

Mit Rüdiger Böß, Marco Zbinden

Sounddesign: Thomas Jeker

Nominiert für ‚Basler Filmpreis 2009‘, Kategorie ‚Kunstfilm‘

The ground is moving 2010 / 2020

20.02.2010

2-Kanal Videoinstallation oder 1-Kanal Video
10min (Ausschnitt 2min)
HD

Die Videoarbeit zeigt architektonische Situationen der Stadt Brüssel. Das letzte Sonnenlicht des Abends teilt alles in klare Licht- und Schattenzonen. Menschen stehen vor den Gebäuden oder gehen langsam vom Hellen ins Dunkle, als wäre das Überschreiten dieser Grenze etwas Bedeutsames. Die Schattenpartien, die zuerst als schwarze Flächen wirken, bekommen durch die Figuren, die sich darin bewegen, eine Raumtiefe. Es scheint eine zeitlose Zone auf, woher Menschen kommen oder wohin sie zurückgehen.

Rencontres Internationales Paris Berlin, Projektion ‚The ground is moving‘, Centre Pompidou, Paris, November 2011

Tretet ein in die Kontinente I 2009

22.10.2009

1-Kanal Videoinstallation
5min 50sec (Ausschnitt 2min 20sec)
HDV

Erster Teil einer Trilogie, welche in Aegypten, Hong Kong und Belgien entstanden ist.

Ausserhalb Luxor schwenkt der Blick langsam im Kreis. Es stehen Menschen einzeln oder in Gruppen in der Wüste. Vom Himmel herunter kommen Touristen in einem grossen roten Ballon. Die Kamerasicht entspricht dem Blick eines Fremden, der sich umsieht. Ein paar Einzelheiten gleiten vorüber, ohne dass die ganze Situation wahrnehmbar wird. Der Blick wandert weiter auf der Wüstenoberfläche. Städtische Überbauungen werden sichtbar. In einer einzigen, langsam schwenkenden Einstellung wird eine Ankunft zusammengefasst, die Ankunft auf einem fremden Planeten, vermittelt in einer horizontalen Sicht, die nur allmählich etwas Distanz überwindet.

1. Preis SCOPE Subject/Art Basel 2010, Kunstfilm

Sinbad by Oertli / El-Sawy 2009

07.07.2009

Live Performance mit Ahmad El-Sawy (Oud, Gesang, Electronics, Komposition) und Video-Projektion
oder 1-Kanal Video
45min (Ausschnitt 3min)
HDV

Die Legende von Sindbad, der einst die Arabische Welt bereist hat, ist Ausgangspunkt für das Projekt; was würde dieser Sindbad zu Augen bekommen, wenn er heute unterwegs wäre? Die Zusammenarbeit des aegyptischen Musikers mit dem Schweizer Videokünstler vereint verschiedene Gesichtspunkte: Ahmad El-Sawy hat arabische Lyrik in Musik umgesetzt. Die zum Teil über 200-jährigen Texte lesen sich wie aktuelle Kommentare zur heutigen Zeit. Es geht um Heimat, Arm und Reich, Religion und ganz zentral um den Verlust der eigenen Kultur.
Christoph Oertli hat während zwei längeren Aufenthalten in Aegypten Videobilder gedreht und diese zu einem Bildstrang verdichtet, der einer Reise durch verschiedene Jahrhunderte gleicht: an der Kamera ziehen langsam Landschaften, städtische Szenen und ultra-moderne Gebäudekomplexe vorüber. Ein junger Mann verkörpert den heutigen Sindbad; er ist zeitweise in seinem Land unterwegs, mitunter unternimmt er aber auch virtuelle Reisen an seinem Computer, da ihm Mittel und Möglichkeiten für Auslandreisen fehlen.

Taxila 2007

02.04.2007

1-Kanal-Video
9min (Ausschnitt 1min 50sec)
SD Pal

Das Kamera-Auge überschaut einen Tag Taxilas. Sie tritt von der Strasse in ihr Haus, sitzt mit Freunden am Tisch, legt sich schlafen, steigt nachts zum Fenster hinaus und geht bis zu einem Baum. Zurückblickend vermischen sich äussere und innere Stimmen zu einem lückenhaften Bericht; das Lächeln des Nachmittags steht der dunklen Front von Menschen gegenüber, die eben noch enge Vertraute gewesen sind.

Mit Danaé Verlet, Tristan Christann, Ursula Llewelyn, Usman Saeed, Ryad Slimani, Akira Tsukada

Sounddesign: Thomas Jeker

Cairo 2006

02.04.2006

1-Kanal Video
11min (Ausschnitt 2min)
SD Pal

Kairo. Das Video fokussiert auf die Wege, die in dieser Stadt zurückgelegt werden. Wege, die jeder Bewohner für sich und in der Masse alleine machen muss. In der täglichen Realität ergibt das eine permanente ‚Massenverschiebung’, damit jeder sein Wohnen und Arbeiten sicherstellen kann. Wir sehen einen jungen Mann, der sehr langsam geht. Er erhält neun verschiedene Gesichter und seine Bewegung erstreckt sich über eine ganze Reihe von Strassen und Quartiere Kairos. Um ihn herum ist Lärm und viele andere Menschen. Dann ist er plötzlich alleine, er geht unbeirrt langsam weiter. Es gibt einzelne Figuren, die seinen Weg kreuzen.

Mit Mohammed Aladin, Mazin Algizoly, Omar Ghayatt, Adham Hafez, Diyaaldin Helmy, Roby, Mohammed Sadik, Tarek Shalaby, Mohammed Roshdy.

1er prix Vidéoformes, Clermont-Ferrand/France (2008)

Songs (N°1): Alice 2005

02.04.2005

1-Kanal Video
4min
SD Pal

Coverversionen von Songs: ‚Song for Alice‘ von Keren Ann.

Alice: Die Plansequenz evoziert eine nächtliche Strasse und das Feuer, welches die obdachlose Alice gelegt haben soll. Studioinstallation mit aufgehängten, um sich kreisenden Haartrocknern und aufgeschlitzten Plastiktüten als Bühnenbild.

Mit Christoph Oertli

Songs (N°2): Orfeu 2005

02.04.2005

1-Kanal video
4min
SD Pal

Coverversionen von Songs: ‚Orfeu‘ von Maria Bethania

Orfeus in der Totenwelt; er schaut sich um und verliert Euridike. Ein intimer und leidenschaftlicher Text breitet sich aus in der Anlage eines Spitals.

Mit Christoph Oertli

Noch sehend verschwanden die Matrosen 2005

02.04.2005

1-Kanal Video
9min 50sec (Ausschnitt 2min 20sec)
SD Pal

Das Video zeigt eine Gruppe von Männern, versammelt in der Halle eines öffentlichen Gebäudes. Es wird gesprochen, gelacht, beobachtet. Einzelne gehen weg, kommen zurück, verhalten sich merkwürdig. Eine minimale Choreographie lenkt die Gesten der Männer und legt die unbewussten Verhaltensregeln offen.

Mit Jean-Paul Bezzina, Mauro Bordin, Nicolas Buchoux, Nicolas Carpentier, Massimo Carrozzo, Daniel Collados, Antoine Colnot, Jean-Marc Coudert, Alexandre Delawarde, Jean-Christophe Laurier, Franklin Roulot, Ydire Saïdi, David Seigneur, Gregor Siber, Clemens Stolzenberg, Jonas Zipf.

Sounddesign: Thomas Jeker

Come, heavy sleep 2004

02.04.2004

1-Kanal Video
8min
SD Pal

Ein Wohzimmer, nachts. Eine ausgewählte Möblierung, aber ohne Spuren der Bewohner. Ein nackter junger Mann durchquert mehrmals den Raum; mal legt er sich auf ein Sofa, mal stellt er einen leergegessenen Teller auf den Tisch. Er wirkt wie ein Fremder, der sich ins Haus eingeschlichen hat. Die Möbel werden wie von unsichtbarer Hand leicht bewegt, ausgetauscht oder sie verschwinden ganz. Die Privatheit und Körpernähe im Wohnbereich wird kontrastiert mit der Perspektive des von aussen Zuschauenden, wenn die Situation als Vitrine eines Geschäfts erkennbar wird.

Mit Clément Pelletier

Plan fixe 2003

02.04.2003

2-Kanal Videoinstallation
6min 30sec (Ausschnitt 1min 50sec)
SD Pal

In einem öffentlichen Raum bleibt ein Mann plötzlich stehen. Er verliert das Vertrauen in die unmittelbare Realität, ein nächster Schritt gelingt ihm nicht mehr. Es folgen Griffe in die Leere. Die Leitlinien in Form von unpersönlichem Mobiliar taugen nichts; sie halten der Bedrohung nicht stand. Es entsteht ein Seilziehen, um den Mann in’s Hier und Jetzt zurückzuholen.

Mit Emmanuel Landier, Jean-Christophe Laurier

barfuss 2002 / 2020

02.04.2002

1 – 7-Kanal-Videoinstallation
7min 30sec / 15min (Ausschnitt 2min)
SD Pal

In diesem Stück bedingen sich Kamera und Objekt unmittelbar: der Performer ist über einen Nylonfaden mit der beweglichen Kamera verbunden. Mit jeder Körperbewegung animiert er so sein eigenes Abbild. Die Performance funktioniert erst durch das Auge der Kamera, wenn die Aktion des Performers mit der Kamerabewegung kombiniert sichtbar ist.Er befindet sich in einem sonderbaren Tanz immer leicht ausserhalb seiner Mitte oder fälllt ganz aus dem Rahmen. Sein eigentlicher Auftritt wird durch die eigene Anstrengung sabotiert. Jeder Bewegungsimpuls bedeutet eigenes Aktivwerden der Figur, verursacht aber auch ihr Scheitern und Verschwinden.

Mit Christoph Oertli

V.I.D. (Video in der Dampfzentrale)-award Bern (2003)

Haushalten 2001

02.04.2001

1-Kanal Video
7min 30sec
SD Pal

Möbelfragmente und Deckenlampen geraten ins Wanken: ‘Haushalten’ stellt die Frage nach der Behausung, die ein Mensch sich schafft, verlässt oder zeitlebens sucht. Wieviel Struktur, Rhythmus, Sicherheit, Verpflichtung und Verantwortung gehören zu einer Behausung im Leben? Es herrscht ein fixes System, dem sich der einzelne zugehörig fühlt. Dieses Gefüge von vermeintlicher Stabilität wird zur Bedrohung.

1er prix Vidéoformes, Clermont-Ferrand/France (2003)

Felix in schwarz-weiss 1999

05.04.1999

1-Kanal Video
12min
SD Pal

‘Felix in schwarz-weiss’ handelt von der Erfahrung, in einem Moment und in einer Rolle gefangen zu sein. Während die Zeit sich langsam verdichtet, scheint die Figur in verschiedene Physiognomien zu zerfallen. Diese Fragmentierung bedeutet aber auch die Chance, sich neu und anders wieder zusammenzusetzen.
‘Felix in schwarz-weiss‘ entspricht vielleicht einer Momentaufnahme, aber nie der ganzen Wahrheit.

Mit Christoph Oertli

no sunday no monday 1997

05.04.1997

1-Kanal Dokumentarvideo
58min
SD Pal

https://vimeo.com/119600424

Ein Schiff fährt um die Welt. Während auf den Oberdecks die Suche nach dem Fremden die Menschen vergnüglich begleitet, arbeiten Stockwerke unter ihnen eben jene Fremden, die ihr Land verlassen mussten, weil die sozialen Verhältnisse dort ein Ueberleben nicht mehr garantieren konnten.
Der Film zeigt eine unbekannte Realität in Nahaufnahme, deren Bezüge zum Leben auf unserem Planeten, den das Schiff umfährt, nicht vielfältiger und aktueller sein könnte.

Förderpreis Film- und Videotage Basel (1997)

Indi Melussi 1994

05.04.1994

1-Kanal Video
4min
SD Pal

Ein Video-Hör-Stück, komponiert aus den stimmlichen Aeusserungen dreier Frauen. Dieser Arbeit geht das Interesse voraus, dass die Tonebene das Bild bestimmt, dass im Zentrum das Produzieren von Klängen steht, was ein visuelles Ereignis nach sich zieht. Die Bilder der Sprechenden haben für einmal nur noch sekundäre Bedeutung und dokumentieren bruchstückhaft die entstehenden Klänge.

Mit Clara Buntin, Magdalena Furrer, Anita Pfister